(Pressemitteilung)

Pünktlich zur Europameisterschaft in Polen besuchte die Junge Union Spandau am vergangenen Wochenende (23.-24. Juni) mit 20 Mitgliedern ihre Partnerorganisation „Młodzi Demokraci“ (Junge Demokraten) in Stettin. Gemeinsam fordern die JU Spandau und die Jungen Demokraten Stettins einen zügigen Ausbau der Bahnstrecke von Berlin nach Stettin. Wünschenswert wäre eine Abfahrt der Regionalbahn bereits vom Bahnhof Berlin-Spandau.

Im Koalitionsvertrag von CDU und SPD wird der Verbesserung der Bahnstrecke von Berlin nach Stettin besondere Bedeutung zugemessen. Die Junge Union Spandau fordert Verkehrssenator Michael Müller (SPD) dazu auf, sich für dieses Ziel verstärkt einzusetzen.

Der Vorsitzende der Jungen Union Spandau, Sebastian Millies, erklärt:
„Die Fahrt nach Stettin dauert mehr als zwei Stunden. Meistens muss man in Angermünde umsteigen. Zum Vergleich: Das halb so große Magdeburg ist bei gleicher Entfernung in weniger als anderthalb Stunden zu erreichen! Es ist sehr bedauerlich, dass es der deutschen Seite seit Jahren nicht gelingt, ihren Teil der Bahnstrecke vollständig zu elektrifizieren.“

Millies weiß dabei den Vorsitzenden der Berliner Industrie- und Handelskammer Eric Schweitzer auf seiner Seite. Dieser bemängelt ebenfalls den schlechten Zustand der Strecke Berlin-Stettin und erklärte im „Weißbuch Grenzüberschreitender Verkehr“:
„Eine bessere Schienenanbindung der Metropolenregion Berlin-Brandenburg an die polnischen Wirtschaftszentren ist ein wichtiger Standortfaktor und deshalb dringend geboten.“
Mit Blick auf den neuen Großflughafen BER rechnet Schweitzer jährlich mit bis zu 2,5 Mio Fluggästen aus Polen. Jedoch nur, wenn die Bahnanbindung kundenfreundlich ausgebaut wird.

Heute verläuft die Bahnstrecke vom Berliner Hauptbahnhof über Angermünde bis zum Stettiner Hauptbahnhof. Die Junge Union hält es für wichtig, auch den Westen Berlins besser an unser großes östliches Nachbarland anzubinden. So könnte die Regionalbahn nach Stettin bereits in Spandau abfahren und Halt am Bahnhof Zoo machen.

JU-Pressesprecher Leo Mausbach, der die Fahrt organisierte:
„Wir waren begeistert von der Vielseitigkeit der schönen alten Hafenstadt und der Gastfreundlichkeit mit der wir empfangen wurden. Einen Ausflug nach Stettin kann man nur wärmstens empfehlen!“

Stettin liegt an Oder und Ostsee und ist die Hauptstadt der Woiwodschaft Westpommern. Mit über 400.000 Einwohnern ist sie Berlins nächstgelegene echte Großstadt und regionale Metropole. Die einstige Industriemetropole Berlin war historisch eng mit dem Ostseehafen Stettin verbunden.

Weiterführende Informationen:
Weißbuch Grenzüberschreitender Verkehr VBB – Westpolen, August 2011 (PDF, 16 MB)